Herbst Grasmilbe- juckende Plagen für Mensch und Hund

Winzlinge, die vor allem Hunden das Leben zur Qual machen können. Der Juckreiz, der durch die winzigen Bisse entsteht ist beinahe unerträglich und wird durch intensives Kratzen leider noch verstärkt. Wenn Dein Hund sich also stark an den Pfoten leckt, den Ohren oder am Hals kratzt und sich sogar in den eigenen Schwanz beißt, dann liegt es vermutlich an Grasmilben.

Was sind eigentlich Grasmilben?

Milben gehören, wie auch die Zecken, der großen Klasse der Spinnentiere an. Weltweit sind ca. 60000 Milbenarten bekannt, bei uns in Zentraleuropa kommt die Grasmilbe „Neotrombicula autumnalis“ (Synonyme: Herbstgrasmilbe, Heumilbe, Erntemilbe etc.) am häufigsten vor.

Grasmilben sind Parasiten, das heißt, zur Ernährung oder zur Reproduktion benötigen sie einen Wirt. Bzgl. der Auswahl des Wirtes sind Grasmilben relativ wahllos- primär fällt zum Opfer, wem sie auf die Füße fällt. Insbesondere Säugetiere, von der Ratte bis zum Menschen, aber vor allem Hunde, haben besonders unter ihrem Befall zu leiden.

Lebenszyklus der Grasmilben

Ausgewachsene Grasmilben sind nur ca. drei Millimeter groß, stark rot gefärbt und leben bis zu einem Meter unter der Erdoberfläche. Dort können sie sogar harte Wintermonate mit Frost relativ problemfrei überstehen. Steigen die Temperaturen im Frühjahr, gehen sie zur Paarung und Eiablage wieder an die Erdoberfläche. Bereits nach ca. 4 Wochen schlüpfen die nur 0,2 mm kleinen, gelb bis orange gefärbte Milbenlarven. Sobald es warm genug begeben sich die Larven auf Nahrungssuche. Dafür klettern sie an die Spitze von Grashalmen oder Moosbetten und warten stundenlang in Höhen von ca. 10-20 cm und auf potentielle Wirte.

Adulte Grasmilben sind Vegetarier, es sind nur die Larven, die sich von Zellsäften und Lymphflüssigkeit ernähren. Dafür bohren sie sich mit ihren Mundwerkzeugen in die oberste Hautschicht ihres Wirtes ein und sondern dabei einen zellauflösenden Speichel ab, so dass ein nahrhaftes Zellsaft- Speichel Gemisch entsteht.

Der Biss und die Folgen

Und genau dieser Speichel ist es, der den schier unaufhaltbaren Juckreiz auf der Haut auslöst. Wenige Stunden, nachdem sich die Larve satt wieder vom Wirt hat fallen lassen treten in der Regel sie ersten Symptome auf. An den Einstichstellen entstehen Hautrötungen und kleine Knötchen oder Quaddeln in Verbindung mit besagtem teuflischen Juckreiz. Das einzig Gute- Krankheiten werden von der Grasmilbe nicht direkt übertragen. Allerdings können durch das kratzen Bakterien in die Wunden gelangen und zu Entzündungen führen. Besonders belastend- der Juckreiz kann bis zu 14 Tagen andauern.

Wann ist Grasmilbensaison?

Die Grasmilbe ist leider in der schönen Jahreszeit von Anfang April bis in den goldenen Herbst hinein aktiv. Hunde, die sich viel im Freien aufhalten und gerne durch Garten, Wiesen oder in der Nähe von Ufern toben, sind besonders gefährdet.

Wie kann ich Grasmilben feststellen?

Wenn Dein Hund sich stark kratzt und der Verdacht auf Grasmilben naheliegt, dann gibt es unterschiedliche Methoden, den Befall zum Beispiel im heimischen Garten festzustellen. Eine einfache Methode ist der Test mit einem schwarzen Blatt Papier.

Diese legt man an einem sonnigen Tag auf den Rasen, wartet ein paar Minuten und prüft dann, ob sich die rot gepanzerten Winzlinge drauf befinden. Mehr dazu hier.

Was aber tun, wenn sich der Verdacht bestätigt?

Wir haben wir recherchiert. Empfohlen wird, den heimischen Rasen sehr kurz zu halten, den Abfallschnitt fachgerecht zu entsorgen (nicht auf den Kompost) und den Rasen zu vertikutieren. Ein anderer Lösungsvorschlag ist, die Spaziergänge auf asphaltierte Wege zu verlegen. Da mussten wir nun doch ein wenig lachen, mit unseren Hunden wäre dies nicht mal im Ansatz durchführbar und außerdem wollen wir Ihnen den Spaß beim Toben auch nicht nehmen!

Wenn der Hund befallen ist, dann kann ein Gemisch aus Apfelessig und Wasser im Fell den quälenden Juckreiz lindern und die Biester vertreiben. Zusätzlichen „Schutz“ können auch sogenannte Pfoten-boots bieten, etliche Designer haben sich in dem Bereich bereits ausgetobt 😉

Unsere Empfehlung: Vorbeugen und die Haut von Hund und Mensch durch spezielle Produkte, insbesondere mit Repellents, schützen!

Außerdem die Spaziergänge auf die frühen Morgenstunden legen, in denen die Temperatur und somit die Aktivität der Grasmilben noch nicht so hoch ist. Und bitte gerade in der Hochsaison auch nach einer kleinen Gassirunde und trotz Repellent Fell und Haut auf Parasitenbefall kontrollieren!

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