Flöhe - Plage für Hund, Katze und Mensch - und was du dagegen tun kannst

Was ist eigentlich ein Floh?

Ein Floh gehört zur Gattung der 6- beinigen Insekten. Flöhe sind Parasiten, aber anders als bei Stechmücken ernähren sich sowohl die Weibchen als auch die Männchen vom Blut ihres Wirtes. Richtiggehende Vielfraße nehmen dabei pro Mahlzeit bis zum 20-fachen ihres Eigengewichts zu.

Abgesehen von den nervigen Bissen und dem daraus entstehenden unerträglichen Juckreiz sind Flöhe wirklich spannende Tierchen.

Hochspannung dank Resilin

Aber zuerst die interessanten Fakten. Flöhe besitzen keine Flügel. Trotzdem sind sie mit ihren Sprungbeinen ungeschlagen die schnellsten Springer im Tierreich. Mit alleiniger Muskelkraft könnte der 1mm- 4mm große Floh die Sprünge bis zu einem halben Meter nicht bewerkstelligen. Das Geheimnis: Resilin!

Resilin ist ein gummiartiges, elastisches Protein und hat die Eigenschaft, dass es wie ein Bogen gespannt werden kann und den Floh quasi aus seinen Beinen herauskatapultiert.

Resilin wird von vielen Insekten genutzt. Auch das Geheimnis um die Hummel und ihre Aerodynamik wurde danke der Entdeckung von Resilin in den Flügeln und Flügelgelenk gelöst. Dank der extremen Elastizität kann sie genügend Luftmasse aufwirbeln, um trotz ihres Volumens elegant von Blüte zu Blüte zu fliegen.

Aber zurück zum Floh:

Aussehen

Flöhe sind im Schnitt zwischen 1mm und 4mm groß. Wie alle Insekten haben sie 6 Beine, ihre Körper sind seitlich platt, damit sie sich gut durch Felle und Haare bewegen können, die bereits gelobten Sprungbeine sind stärker ausgeprägt und ihr Panzer ist aus hartem Chitin.

Außerdem haben sie an Körper und den Beinen kleine Borsten und Haken, so dass das auskämmen mit einem normalen Kamm kaum möglich ist.

Floharten

Weltweit gibt es über 2400 unterschiedliche Arten, bei uns in Mitteleuropa ca. 80, und hier im Blog gerade mal 3 davon.

Der Menschenfloh 

Der Menschenfloh ist in Mitteleuropa mittlerweile selten geworden. Es muss schon mit sehr unhygienischen Verhältnissen zugehen oder sich im wahrsten Sinne um Flohmarktfunde handeln, damit man den Menschenfloh noch zu Gesicht zu bekommen. Das ist auch gut so, denn neue Studien haben erwiesen, dass der Menschenfloh maßgeblich für die Übertragung der Pest im 14. Jahrhundert verantwortlich war und nicht, wie lange angenommen, der Rattenfloh

Katzenflöhe

Katzenflöhe sind die am weitesten verbreiteten Plagegeister. Sie leben auf der Katze (insbesondere Freigänger), dem Schlafplatz, Kratzbaum oder auch dem bevorzugtem Platz auf der Couch.

Wenn der Lieblingswirt „Katze“ nicht verfügbar ist, dann springt der Katzenfloh auch gerne auf Hund und Mensch über und sättigt sich dort.

Katzenflöhe können Bandwürmer übertragen, daher sollte immer eine Wurmkur nach Flohbefall durchgeführt werden.

Hundeflöhe

Eigentlich wie Katzenflöhe, nur anders herum. Auch Hundeflöhe übertragen Bandwürmer, auch für den Hund wird nach Flohbefall eine Wurmkur empfohlen.

Der Biss

Auch bei den Flöhen benötigen die Weibchen das Blut des Wirtes zur Eierproduktion. Zum Biss benutzen Flöhe einen Stech – und Saugrüssel und sondern Speichel ab, der die Blutgerinnung verhindert und der für extrem starken starken Juckreiz verantwortlich ist. Leider kommt ein Flohbiss selten alleine, denn bevor der Floh sich für die perfekte Stelle entscheidet beißt er vorab einige Male zur Probe. Flohbefall ist meistens an einer Reihe von nebeneinander liegenden Bissen zu erkennen.

Krankheiten

Neben den Bandwürmern, die auf Katze und Hund übertragen werden können, ist die größte Gefahr bei Flohbissen das Entstehen von bakteriellen Entzündungen. Gerade für Haustiere ist der Juckreiz oft dermaßen unerträglich, dass sie sich vermehrt das Fell an den betroffenen Stellen wegkratzen und die Hautstellen offen und wund werden. Daher gilt: Nicht kratzen!

Flöhe sind da, und nun?

Wenn das Haustier gar nicht mehr mit dem kratzen aufhört, bringt ein einfacher Kämmtest Gewissheit. Wenn sich beim auskämmen mit einem Flohkamm insbesondere an Rumpf und Ohrenbereich kleine schwarze Punkte lösen, kann es sich um Floh Kot handeln. Diesen einfach mit feuchtem Küchenpapier auftupfen- wenn sich ein rostbrauner Fleck bildet, dann ist das ein Zeichen für neue ungebetene Mitbewohner.

  • In diesem Fall bitte Flohmittel besorgen und vor allem die Wurmkur nicht vergessen.
  • Außerdem Schlafplatz, Decken, Spielzeug, bei 60 Grad waschen (oder einfrieren, falls nicht waschbar), alles gründlich aussaugen und den Staubsaugerbeutel danach wegwerfen.

Flohbefall kann wirklich sehr hartnäckig und unangenehm sein! Dauerhafte Prävention bieten SPOT-ON Behandlungen und, wenn der Befall bereits vom Tier in die Wohnung überging, Umgebungssprays.

Große Bitte von uns-  die chemiefreien Varianten bevorzugen!

 

Alles Infos zur Kuriosität des Flohzirkus hier:  

Bekanntlich gibt es Leute, welche durch Abrichten von Flöhen (Anspannen derselben an kleine Wägelchen usw.) sich ihren Lebensunterhalt verschaffen. Indem sie die Tiere längere Zeit in flache Döschen einsperren, wo sie sich bei Springversuchen jedes mal derb an den Kopf stoßen, gewöhnen sie ihnen diese Unart ab, und durch Ansetzen an einem ihrer Arme belohnen sie einen jeden nach der Vorstellung stets mit so viel Blut, als er trinken mag.“

– Brehms Tierleben

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