Die Hirschlausfliege

Wenn man gerade erfolgreich die Zeckenabwehr aufgebaut hat, wird man manchmal von ganz anderen Plagen überrascht. Flöhe sind da recht unangenehm, aber meist doch gut in den Griff zu bekommen. Wer aber wirklich fies werden kann, ist die Hirschlausfliege, auch Deer Fly genannt. Wer mal sehen, wie die sich bewegen, klicke hier.

Was ist eine Hirschlausfliege?

Die Hirschlausfliege ist ein Parasit, der vornehmlich im Wald wohnt. Ihr Körper ist flacher als der einer normalen Fliege. Sie nervt meistens im Juli/August/September und meist da, wo Wild (ihr eigentlich bevorzugtes Mahl) sich rumtreibt. Und wie bei den Zecken: War der Winter mild, gibt es mehr von ihnen. Das liegt daran, dass die Hirschlausfliege ihre Larven im Boden ablegt. Und wenn es keine langen Kälteperioden gibt, ist deren Überlebenschance sehr hoch.

Wie greift die Hirschlausfliege an?

Die Hirschlausfliege ist schnell wie Speedy Gonzales auf Koks, umfliegt ihr Opfer wie ein Kunstflieger und wirft bei der Landung ihre Flügel ab, nur um sich dann mit einem irren Tempo ins Fell zu wühlen und eine gute Hautstelle zu finden, in die sie sich verbeißen kann. Hunde mit langen Haaren sind besonders betroffene Opfer. Der Biss der Hirschlausfliege ist sehr schmerzhaft für Hund und Mensch. Du wirst es augenblicklich merken, wenn sie Deinen Hund erwischt hat. Er wird im schlimmsten Fall panisch rumrennen und in sein Fell beissen. Da hilft es, ihn zu beruhigen und nach der Hirschlausfliege zu suchen und sie ruhig zu entfernen. Suche hierbei besonders am Bauch, an den Innenseiten der Schenkel und am After.

Überträgt die Hirschlausfliege auch Krankheiten?

Ja. Leider. Und sie hört sich netter an, als sie ist: “Bartonella schoenbuchensis“. Beim Hund äussert sich das Bakterium gerne mal mit eitrigen Hautentzündungen, die von Fieber begleitet werden. Beim Menschen kann auch noch eine Herzentzündung dazu kommen. Also ab zum Arzt, sobald sich Bisse entzünden. Sowohl Hund wie auch Mensch!

Was kann man gegen die Hirschlausfliege tun?

Die „Zecke“ der Lüfte ist weiterhin auf dem Vormarsch und mittlerweile sogar von Juli bis in den November im und am Waldesrand aktiv.

Da ihr Mensch und Hund gleichermaßen zum Opfer fallen empfehlen wir, wie immer: Vorbeugen und abwehren! 


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